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    So bruncht die Welt

    Andere Länder, andere Küchen: ein Blick auf die Tische anderswo gibt neue Ideen für unseren Brunch.

    Schweden: Fisch und Knäckebrot

    Knäckebrot: Basis eines jeden schwedischen Frühstücks und Brunchs.

    Knäckebrot: Basis eines jeden schwedischen Frühstücks und Brunchs.

    Es gehört neben den günstigen Möbeln zu den bekanntesten Produkten Schwedens und darf natürlich auch auf dem Frühstückstisch nicht fehlen: Knäckebrot. Die knusprigen Scheiben werden gern mit Käse und Wurst belegt. Hart gekochte Eier, die halbiert und mit einer Kaviarpaste aus der Tube bestrichen werden, sind ebenso beliebt. Dazu gibt es eingelegte Heringstücke. Sill, wie der Hering genannt wird, gibt es in verschiedenen Varianten. Aufgetischt wird zudem ein gekochter Griessbrei (Havregrynsgröt), der mit Apfelmus genossen wird. Getrunken wird Kaffee – die Schweden sind grosse Kaffeetrinker – und vielleicht ein Glas dicker Blaubeersaft.

    Spanien: Churros und Huevos

    Churros: Frittiertes Süssgebäck

    Churros: Frittiertes Süssgebäck, mit dem man in Spanien gern in den Tag startet.

    Die Spanier beginnen den Tag mit einem kleinen, schnellen Frühstück, zu dem neben Milchkaffee (Café con leche) oft auch Churros gehören, ein frittiertes Spritzgebäck, das mit flüssiger, heisser Schokolade genossen wird. Bei einem spanischen Brunch kommen Eier (Huevos) in verschiedenen Varianten auf den Tisch: hartgekocht, als Rührei, Spiegelei oder als spanische Omelette mit Kartoffeln. Noch etwas spezieller sind gefüllte Eier mit Thonpaste. Nicht fehlen dürfen natürlich feine spanische Wurstwaren wie Chorizo sowie edle Schinken wie zum Beispiel Serrano. Beliebt ist ein Schinken-Käse-Toast. Geröstetes Brot mit Olivenöl, fein gehackten Tomaten und Salz gehört zu den Standards.

    Japan: Miso und Algen

    Reichhaltiges japanisches Frühstück

    Viele Bisschen: Japaner starten reichhaltig aber leicht in den Tag.

    Zu einem traditionellen Frühstück im Land der aufgehenden Sonne gehören Spezialitäten wie Misosuppe, Nattō (fermentierte Sojabohnen), grillierter Fisch und eingelegtes Gemüse. Rohe Eier werden in eine Tasse gegeben, mit heissem Reis vermischt und eingewickelt in Nori-Blätter genossen. Auch Tofu und Algen werden zum Frühstück aufgetischt. Ebenso können auch Sushi und Sashimi einen Brunch bereichern. Trotz der Vielfalt der Speisen ist ein derartiger japanischer Brunch recht leicht und gibt Energie für den Tag. Getrunken wird gerne gesunder Grüntee, der ähnlich belebend wirkt wie ein starker Kaffee.

    Mexiko: Tortillas und Kutteln

    Nach einem Brunch auf mexikanische Art ist bald einmal Zeit für eine Siesta

    Ohne Tortillas, die Fladen aus Mais- oder Reismehl, geht in Mexiko nichts, auch kein Brunch. Sie werden mit verschiedenen Füllungen, etwa mit Pouletfleisch, Salat oder Guacamole, serviert. Sehr beliebt sind auch Eierspeisen wie die berühmten Huevos rancheros, Spiegeleier mit scharfer Tomatensauce auf Tortillas. Zu den Musts gehört ein Mus aus gebackenen Bohnen (Frijoles refritos). Auf keinen Fall fehlen dürfen auf dem mexikanischen Brunch-Tisch frische Früchte. Und wenn es am Vorabend etwas viel Tequila war, hilft eine Kuttelsuppe (Menudo) gegen den Kater. Getrunken wird heisse Schokolade, die mit Vanille, Zimt und Chili gewürzt und mit einem Ei angereichert wird.

    Türkei: Menemen und Muhammara

    Türkische Brunchtafel

    Frisches, knackiges Gemüse, Oliven und Schafkäse gehören in der Türkei auf die Brunchtafel.

    Frisches Gemüse kommt in der Türkei schon zum Frühstück auf den Tisch. Tomaten, Peperoni, Gurken gehören zusammen mit Oliven und Schafkäse zum Brunch. Schafkäse und Gemüse werden auch gerne unter das Rührei gemischt. Besonders beliebt ist Rührei mit Zwiebeln, Peperoni und Tomaten, das mit Kreuzkümmel gewürzt wird (Menemen). Dazu gibt es Obst und Früchtebrot, das gerne am Morgen gegessen wird. Geschätzt als Dip für das Fladenbrot ist neben Honig auch eine Paste aus Baumnüssen, Olivenöl und Chili (Muhammara). Blätterteigtaschen mit unterschiedlichen Füllungen bereichern den Brunch. Getrunken wird dicker türkischer Kaffee oder Çay, ein spezieller Schwarztee, der in Gläsern serviert wird.

    Text: Hanspeter Eggenberger
    Fotos: Getty Images, iStockphoto

    Hanfsamen-Knäckebrot

    Ein Rezept, das selig vor Glück macht: Knäckebrot selber herzustellen hat allein schon etwas sehr Beruhigendes. Die Hanfsamen tragen dann noch das Ihrige dazu bei.

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    Kommentare (3)
    A. Barez 16.03.2018

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    N. Herrchen 15.03.2018

    Super!

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    A. Liechti 15.03.2018

    Tolle Dokumentation! Macht richtig Spass und Hunger die schönen Bilder anzuschauen!! Weiter so!!

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