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    Diverse Waldpilze

    Ab in die Pilze!

    Ab September stehen die Chancen gut, Steinpilze & Co. aufzuspüren. Wir geben Tipps für die Pilzsuche und den richtigen Umgang mit den Waldwinzlingen.

    Endlich Herbst, Hochsaison für Pilzler! Den Rücken gekrümmt, die Nase am Boden durchstreifen sie die Wälder auf der Suche nach Eierschwämmli, Steinpilzen und anderen Speisepilzen mehr. Es gibt Dutzende davon, aber auch ungeniessbare. Pilze sind eine Wissenschaft für sich. Aficionados verfügen meist über jahrzehntelange Erfahrung, kennen die Lebensräume bestimmter Sorten, wissen, von welchen man besser die Finger lässt und was es beim Sammeln zu beachten gilt. Für alle andern haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

    Sammeln

    Gesammelte Pilze auf Waldboden

    Nur bekannte, einwandfreie Pilze sammeln und nur so viele, wie gleichentags gegessen beziehungsweise verarbeitet werden können. Dabei die kantonalen und kommunalen Pilzschutzverordnungen beachten und Pilze immer vom Pilzkontrolleur auf ihre Geniessbarkeit prüfen lassen. Infos unter: vapko.ch.

    Pilze am besten gleich im Wald von Erde und Nadeln befreien und sie anschliessend in einen Korb geben, damit sie gut durchlüftet sind. In Plastik zersetzen Pilze sich rasch und können dadurch giftig werden.

    Aufspüren

    Pilzsammler im Wald

    Pilze sind Meister der Tarnung. Erfahrungsgemäss gilt jedoch die Regel:

    «Unter Birken, Tannen, Buchen
    kannst du immer Pilze suchen,
    unter Eschen, Erlen, Linden
    wirst du nicht sehr viele finden.»

    1 Steinpilz

    Steinpilze wachsen in Nadelwäldern. Sie sind sommers aber auch unter Buchen oder Eichen zu finden. Ihr Aroma ist mild nussig. Steinpilze lassen sich gut einfrieren, trocknen oder in Essig beziehungsweise in Öl einlegen.

    2 Trompetenpfifferling

    Trompetenpfifferlinge sind unter Nadelbäumen anzutreffen. Dank mildem Aroma eignen sie sich bestens zum Braten.

    3 Parasol

    Parasol-Pilze sind die Speisepilze des Jahres 2017. Sie wachsen in lichten Wäldern und auf Wiesen. Ihre Stiele mit Ring sind nicht geniessbar. Die Hüte hingegen schmecken dank fleischartiger Konsistenz besonders gut gebraten.

    4 Lachsreizker

    Lachsreizker sind ausschliesslich unter Tannen anzutreffen. Ihr Aroma ist leicht bitter, der Geruch fruchtig. Lachsreizker sollten nicht zusammen mit anderen Pilzen verwendet werden, da sie deren Aromen überdecken würden. Sie eignen sich zum Einlegen in Öl.

    5 Maronenröhrling

    Auch die Maronenröhrlinge lieben die Umgebung von Nadelwäldern. Sie sind perfekt zum Braten und Schmoren, lassen sich aber auch gut trocknen.

    6 Eierschwämmli (Pfifferling)

    Eierschwämmli fühlen sich in Nadel- und Laubwäldern daheim. Ihr Fleisch ist knackig fest und sehr aromatisch.

    7 Herbsttrompete

    Herbst- oder Totentrompeten sind ausschliesslich unter Rotbuchen aufzuspüren. Ihr Fleisch ist fest im Biss und für Saucen geradezu prädestiniert. Sie lassen sich aber auch gut trocknen.

    Zubereiten

    Mann säubert Pilze im Wald

    Pilze nicht mit Wasser reinigen, sie verlieren sonst an Aroma. Groben Schmutz mit einem Pinsel entfernen, Sand und Erde mit dem Messer abschaben oder wegschneiden. Pilze nach Rezept zubereiten oder weiterverarbeiten.

    Trocknen

    Pilze rüsten und in Scheiben schneiden. Pilze auf dem Dörrex verteilen und trocknen. In einem Glas oder Papiersäckli aufbewahren.

    Einfrieren

    Pilze rüsten und je nach Grösse halbieren oder vierteln. In Gefrierbeutel verteilen. Besonders geeignet zum Einfrieren sind Steinpilze.

    Einmachen

    500 g Pilze rüsten und in Salzwasser ca. 5 Minuten köcheln lassen. Pilze abgiessen. Mit 5 dl Weissweinessig, 2 dl Wasser, einigen Pfefferkörnern, 2 TL Salz, 1-2 Lorbeerblatt und 2 Knoblauchzehen ca. 10 Minuten köcheln lassen. Pilze und Sud in heiss ausgespülte Gläser füllen und verschliessen. Gläser auf den Kopf stellen. Kühl und dunkel gelagert sind sie ca. 6 Monate haltbar. Wer es pikant mag, ergänzt den Sud mit 1 Chilischote.

    Erleben

    Am 23. September findet der 2. Europäische Pilztag statt. Der Verband Schweizer Pilzproduzenten VSP öffnet in Zusammenarbeit mit Migros und fünf Schweizer Champignon- und Edelpilz-Produzenten ihre Türen, um Einblick in die Schweizer Zuchtpilz-Produktion zu geben. Infos unter: champignons-suisses.ch.

    Text: Daniel Tinembart
    Fotos: Lukas Lienhard

    Spätzlipfanne mit Eierschwämmli

    Einfach zu kochender, bei Gross und Klein beliebter Herbstklassiker: die herzhafte Spätzlipfanne mit herrlich duftenden Eierschwämmli. Es hat, solangs hat!

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    Kommentare (5)
    S. Giaquinta 22.09.2017

    Molto interessante

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    M. Salvetti 23.09.2017

    Très intéressant ça donne envie pour un risotto aux bolets !!!

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    U. Frei-Jenny 24.09.2017

    Schade sind die Pilzbilder nicht so von guter Qualität. Ein Bild zu jeder Beschreibung wäre auch optimaler, da vermutlich nicht alle Personen die genauen Pilze kennen.
    Ansonsten ist die Geschichte in Ordnung.

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    B. Sandhofer 22.09.2017

    Die Geschichte finde ich gut. Aber mit Bildern zu den beschriebenen Pilzen wäre er optimal.

    Antworten

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    m. binz 22.09.2017

    auf dem Bild oben sind alle drauf und unten der Reihenfolge nach gelistet - fg marc

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