Psst, weitersagen!
Teilen Sie diese Geschichte mit Ihren Freunden
Verschiedenfarbige Kartoffelsorten

Welche Kartoffelsorte für die Rösti?

Die bevorzugte Kartoffel für den Härdöpfelstock eignet sich nicht unbedingt auch für eine perfekte Rösti. Jede Kartoffelsorte hat ihre Eigenheiten, wie unsere Übersicht zu den gängigen Sorten und ihrer Verwendung zeigt.

Über 45 Kilogramm Kartoffeln konsumiert eine Schweizerin, ein Schweizer pro Jahr. Ob Rösti, Gschwellti, Kartoffelsalat, Gratin oder Bratkartoffeln – die Kartoffel kommt bei uns sehr vielfältig auf den Tisch. Wie lässt sich aber bei weltweit über 5000 Kartoffelsorten entscheiden, welche Sorte für das gewünschte Rezept die richtige ist?

Swisspatat, die Branchenorganisation der Schweizer Kartoffelwirtschaft, hat hierfür zusammen mit dem Detailhandel ein Farbleitsystem entwickelt, welches auch die Migros bei ihren Verpackungen anwendet. So werden festkochende Kartoffeln grün, mehligkochende Kartoffeln blau, hochtemperaturgeeignete Kartoffeln rot und Spezialitäten wie Raclette- oder Frühkartoffeln braun oder gelb auf der Verpackung gekennzeichnet. Spezialsorten wie blaue und pinkrote Kartoffeln, Patatli und die Sélection-Sorte Gwenne sowie die Premium-Sorte Amandine werden bei der Migros separat abgepackt und verkauft. Innerhalb eines Kochtyps können laut Linda Marugg, Category Manager beim Migros-Genossenschafts-Bund, die abgepackten Sorten je nach Verfügbarkeit, Saison, Marktangebot und Lagerfähigkeit variieren.

Grün - Festkochend

Die festkochenden Sorten zeichnet aus, dass ihr Fleisch auch bei längerem Kochen nicht zerfällt. Sie eignen sich darum für Kartoffelsalat, Salzkartoffeln und Gschwellti. Dazu gehören Sorten wie Annabelle, Charlotte, Cheyenne, Ditta, Erika, Gourmandine, Lady Christl und Venezia. Bei den Premium-Kartoffeln ist es die Amandine.

Blau - Mehligkochend

Mehligkochende Sorten hingegen zeichnet aus, dass ihr Fleisch schnell zerfällt und die Schale beim Kochen aufspringt. Sie eignen sich deshalb speziell für Kartoffelstock, Gratin, Kartoffelsuppe, Kroketten und Gnocchi. Dazu gehören Sorten wie Agria, Bintje, Challenger, Concordia, Désirée, Laura oder Victoria.

Rot - Hochtemperaturgeeignet

Zur Hochtemperaturlinie gehören mehligkochende Kartoffeln, die wärmer gelagert werden und darum weniger Zucker ausgebildet haben. Damit sind sie speziell für Zubereitungen mit heissen Temperaturen wie etwa Braten und Frittieren geeignet, um der Acrylamidbildung vorzubeugen. Man verwendet sie idealerweise für Rösti, Bratkartoffeln und Pommes Frites. Dazu gehören Sorten wie Agria, Bintje, Jelly, Lady Felicia und Victoria.

Braun oder Gelb - Spezialitäten

Zu den separat abgepackten Spezialitäten gehören Frühkartoffeln, Patatli, Baked Potatoes, Raclette-Kartoffeln und Sorten wie Agata, Annabelle, Charlotte oder Lady Christl.

Übrigens,…

…von allen zehn Migros-Genossenschaften hat das Wallis den höchsten Kartoffelanteil am Gemüseumsatz. Ob das wohl an der Walliser Vorliebe für ihr weltberühmtes Raclette liegt?

…mit den 45 kg pro Kopf und Jahr verdrücken wir deutlich weniger Kartoffeln als etwa die Weissrussen, die mit 181 kg an der Kartoffel-Spitze stehen. Neben Kirgistan (143 kg), Ukraine (136 kg), Russland und Polen (beide 131 kg) gehört auch Grossbritannien mit 102 kg zu den zehn grössten Kartoffelkonsumenten.

…der Konsum von Frischkartoffeln nimmt in der Schweiz kontinuierlich ab, jener von veredelten Kartoffeln (Chips, Pommes Frites etc.) hingegen zu.

Fotos: Stockfood, Migusto
Text: Claudius Wirz

Ihre Meinung zum Rezept


Das Kommentieren, Bewerten sowie Speichern von Rezepten ist im Moment aufgrund eines Wartungsfensters nicht möglich.

Psst, weitersagen!
Teilen Sie diese Geschichte mit Ihren Freunden

Kennen Sie diese Geschichte schon?

Hintergrund
Der Aceto balsamico di Modena ist einer der weltweit edelsten Essige. Zu Besuch in der traditionsreichen Essigmanufaktur Giacobazzi in Norditalien.
Listicle
Wem der Klassiker Filet im Teig zu klassisch ist, greift zu folgenden Varianten – mal mit Fisch statt mit Fleisch, mal im Crêpe statt im Teig.
Hintergrund
Herbstzeit ist Marronizeit. Und selbst gesammelte Marroni schmecken natürlich am besten. Rezeptautorin Annina Ciocco erklärt, wie man sie am besten findet.
Listicle
Flanieren und degustieren: Unsere Auswahl an Schweizer Herbstmärkten und Genussmessen – von klein und fein bis urchig und legendär.

10x Cumulus Punkte erhalten. anmelden & punkten!

Jetzt Clubmitglied werden und profitieren

Alle Clubvorteile auf einen Blick

Jetzt Club-Mitglied werden und Ihre Meinung abgeben.
Das gefällt Ihnen? Jetzt Club-Mitglied werden und die Geschichte speichern.
Diese Geschichte gefällt Ihnen?
Klicken Sie auf das Herz und die Story wird in Ihrer Liste gespeichert.
Bitte versuchen Sie es später nochmals
Der Server steht im Moment nicht zur Verfügung.