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Philipp und Anja: Zwei Gesichter hinter Migusto

Die beiden Rezeptautoren Anja und Philipp im Gespräch über Foodstyling, Reisen als Inspiration, geheime Küchentricks und das Kochen als Kind.
Was hat euch zum Kochen gebracht?

Philipp: «Ich habe meiner Mutter beim Kochen zugeschaut und mich ab etwa 14 Jahren selbst an den Herd gestellt. Spätzli mit Apfelmus war mein erstes richtig gutes Gericht. Geprägt wurde ich auch von Kochshows; Jamie Oliver, Kochduell oder Alfred Biolek.»

 

Anja: «Als ich elf war, begann ­meine Mutter wieder zu arbeiten. So habe ich mich mittags in der Küche betätigt. Bald konnten Vater und Schwester die Pasta Alfredo nicht mehr sehen. Ich begann zu experimentieren und entwickelte Freude daran.»

Welches Gericht tischt ihr Gästen auf?

P: «Pizza. Seit ich einen Pizzaofen besitze, ist das der Klassiker. Napoli, mit Salami oder mit Gemüse.»

 

A: «Lasagne. Sie lässt sich gut vorbereiten und alle mögen sie. Und ich kann die Füllung variieren, je nachdem wer kommt und was ich auf Vorrat habe.»

Sobald ich in der Küche stehe, bin ich happy.
Philipp Wagner
Welcher Koch-Typ seid ihr?

A: «Ich bin ein Dessert-Typ, auch wenn ich fast lieber Salziges esse. Ich probiere gern aus. Einmal habe ich für eine Freundin eine 3-stöckige Hochzeitstorte gebacken. Den halben Nervenzusammenbruch war es wert, denn das Resultat war super!»

 

P: «Bei mir gehts ums Feeling. Sobald ich in der Küche stehe, bin ich happy. Es spielt keine grosse Rolle, was ich zubereite. Meine Spezialitäten sind Spaghetti carbonara und alles was mit Sauerteig zu tun hat, etwa Brot oder Pizza.»

Wo findet ihr Inspiration für die Arbeit?

A: «Beim Reisen. Aber auch bei einem Essen im Restaurant. Von da nehme ich neue Geschmackskombinationen mit und probiere die auch selbst aus.»

 

P: «Es sind auch persönliche Erlebnisse, die mir Ideen liefern. Ich achte zudem ­darauf, eigene Vorlieben in die Rezepte einfliessen zu lassen.»

 

A: «Besonders wichtig ist mir der Austausch im Team: Wir sind sechs Köche und entwickeln immer wieder gemeinsam. Ich könnte nicht alleine im Kämmerlein Rezeptstrecken entwickeln.»

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Anja Steiner

Nach ihrer Ausbildung zur Köchin und Stationen in der Gastronomie zog Anja sieben Monate lang um die Welt. Auf Reisen hat sie gelernt: Manchmal liegt das Gute ziemlich nahe. Darum hat Anja für Migusto unter anderem Rezepte von typischen Brasserie-Gerichten umgesetzt, etwa einen herrlichen Coq au cidre und super knusprige Pommes allumettes.

Was gehört neben der Ideenfindung alles zur Arbeit einer Rezeptautorin?

A: «Nachdem wir Rezeptvorschläge entwickelt haben, testen wir diese mit Migros-Produkten, schreiben die Rezepte auf und fotografieren sie dann im Studio, zusammen mit einem Team aus Food­stylist und Fotograf.»

 

P: «Da kommt auch das Foodstyling zum Einsatz, also wie wir ein Gericht präsentieren und anrichten. Das müssen wir uns bereits beim Entwickeln überlegen.»

Ich könnte nicht alleine im Kämmerlein Rezeptstrecken entwickeln.
Anja Steiner
Ihr habt beide in Gourmet-Küchen gearbeitet. Welche Erfahrungen aus jener Zeit helfen euch noch heute bei der Arbeit?

P: «Alles Organisatorische habe ich dort gelernt. Die Planung, das richtige Einkaufen. Und hart zu arbeiten. Da gewöhnt man sich auch an 15-Stunden-Tage.»

 

A: «Und Schnelligkeit. Wir sind an den Shootings ziemlich zackig.»

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Philipp Wagner

Philipp ist ein Experte, wenn es um bedarfsgerechte und gesunde Ernährung geht. Er ist begeisterter Sauerteigbrot-Bäcker und Hobbygärtner mit eigenem Gemüsegarten. Kulinarische Reisen, Kraftsport, Wandern und fast alle Ballsportarten bereiten dem diplomierten Personal Trainer speziell Freude.

Was habt ihr immer im Kühlschrank?

A: «Ziegenfrischkäse. Er passt zu Salat, zu Pasta, zu einem Stück altbackenen Brots, das ich im Ofen überbacke. Er ist lange haltbar und total wandelbar.»

 

P: «Bei mir ist es Parmesan. Auch er passt zu vielem, verfeinert Pasta, Risotto, Pizza. Sein Umami macht jedes Gericht besser.»

Und zum Schluss verratet doch bitte einen geheimen Küchentrick.

A: «Die Microplane habe ich immer dabei. Eine vergleichbare Raffel gibt es nicht. Damit ergänze ich Gerichte oft mit Limetten- oder Zitronenabrieb oder frischem Meerrettich. Die Meerrettichwurzel lagere ich gut verpackt im Tiefkühler. Gefroren geraffelt, sorgt Meerrettich für frische Würze in Salatsaucen, im Kartoffelstock oder auf Gemüse.»

 

P: «Ich suche immer nach einer Crunchy-Komponente im Rezept. Die knusprige Textur macht Gerichte spannend.»

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