Es gibt die Puristen, die ihre Apfelwähe gerne ohne Guss, nur mit viel Frucht zubereiten. Und dann gibts jene, die sich gerne mal etwas gönnen und am liebsten einen dicken, gedeckten Apple Pie backen. Etwa in der Mitte müsste sich der typisch Schweizerische Apfelkuchen befinden: mit einem Teigboden, viel Früchten und Guss. Hier erfährst du, wie du ihn Schritt für Schritt zubereitest, damit die Früchte süss und saftig, der Boden aber trotzdem knusprig wird.
So wird deine Apfelwähe süss und knusprig
Der Kuchenteig – selbst geknetet oder bequem gekauft
Zuerst stellt sich wie bei jeder Wähe die Frage nach dem Teig. Das kann ein klassischer Kuchenteig sein, für etwas mehr Biss eignet sich auch der Mürbeteig. Es gibt ihn in diversen Ausführungen in der Migros. Oder du machst grad alles selbst, dann findest du hier die richtigen Rezepte dazu. So oder so: sobald der Teig parat ist, diesen dünn auswallen und in die Form geben. Den Rand leicht andrücken und mit einer Gabel mehrfach in den Boden stechen, damit beim Backen Luft entweichen kann.
Der Belag für die Apfelwähe
Für einen gut gefüllten Kuchen benötigst du etwa 3-4 mittelgrosse Äpfel. Diese können je nach Geschmack leicht säuerlich sein oder auch süss. Gravensteiner oder Golden Delicious sind zwei Sorten, die gut passen. Besonders gut eignen sich auch etwas ältere, schon leicht mehlige Äpfel, die du nicht mehr roh essen möchtest. Perfekt, um Foodwaste zu verhindern!
Die Äpfel waschen, das Gehäuse entfernen und dann entweder mit Schale oder ohne in dünne Schnitze schneiden. Diese entweder direkt auf den Kuchenteig geben — oder für Extrageschmack zuerst etwas gemahlene Haselnüsse auf den Boden geben. Die Schnitze in einem Kreis am äusseren Rand drapieren, dann in der Kuchenmitte einen zweiten Kreis auffüllen. Keine Sorge, wenn die Schnitze nicht perfekt geordnet sind, das macht den Charme der Apfelwähe aus!
Jetzt kann der Kuchen für die halbe Backzeit, gemäss den Rezepten, in den Ofen. Oder aber du gibst vorher noch etwas Ahornsirup oder groben Zucker darüber, für extra Karamell-Noten.
Der Guss – so gehts
Wer gerne Wähen mit Guss mag, mischt ein Ei, einen Esslöffel Zucker und einen Deziliter Milch zusammen. Ergänzen lässt sich das Gemisch je nach Geschmack mit etwas Quark oder Rahm, sowie mit Zimt, Ingwer oder Vanillepaste. Alles mit dem Schwingbesen gut verrühren und nach der halben Backzeit auf der Wähe verteilen.
So die Wähe fertigbacken, aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen. Erst dann den Kuchen aus der Form heben.
Lauwarm schmeckt er besonderes gut, zum Beispiel auch mit einer Kugel Vanilleglace!
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