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    Karibische Gewürze

    So würzt die Karibik

    Von A wie Annatto über P wie Piment bis Z wie Zimt: Die karibische Küche verarbeitet Gewürze aus aller Welt. Scharfes kommt dabei nicht zu kurz.

    Das würzige Herzstück der originären karibischen Küche ist scharf und hat verschiedene Namen: Piment, Jamaikapfeffer, Nelkenpfeffer oder auch Allspice (Allgewürz). Es handelt sich um die getrocknete, unreife Frucht des Myrtengewächses Pimenta dioica. Der Duft des Piments ähnelt dem von Gewürznelken und sein Geschmack erinnert an Muskatnuss, Zimt und Pfeffer. Notabene: Der bei Feinschmeckern beliebte Piment d’Espelette ist nicht mit dem karibischen Piment zu verwechseln, sondern ist eine Art des mexikanischen Chilis, der im französischen Baskenland wächst.

    Piment

    Piment, Jamaika-, Nelkenpfeffer oder Allspice

    Die in der Karibik weit verbreitete scharfe Sauce namens «Jerk», die gern mit Schweinefleisch, Poulet oder Meeresfrüchten gepaart wird, enthält allerdings nicht Piment, sondern den hier ebenfalls heimischen Chili, von dem es im Karibikraum bis zu 60 Sorten gibt, wobei deren Schärfegrade völlig unterschiedlich sind. Dazu kommen Zucker, Salz, getrockneter Thymian, brauner Zucker, Zwiebelgranulat, Salz, gemahlene Koriandersamen (eine indigene Pflanze), Cayenne, Muskatnuss, Zimt und gemahlene Gewürznelken.

    Bis zu 16 unterschiedliche Gewürze enthält eine Sauce, die als «Mole» bezeichnet wird. Sie ist also wie eine Art Curry aus Westindien. Hinein gemischt werden etwa Chili, Pulver aus einheimischem Kakao, Kreuzkümmel, Zimt, Cayenne und Knoblauch. Orangerot gefärbt werden die Saucen gerne mit den Samen des Annattostrauchs (auf Spanisch: Achiote), der auf Deutsch auch Lippenstiftbaum genannt wird und nur ein leicht erdiges Aroma abgibt.

    Mole Pepita

    Würzmischung für die Mole-Sauce

    Ingwer, Zimt, Gewürznelken und Muskatnuss – alles beliebte Geschmacksgeber in der karibischen Küche – sind von den europäischen Kolonisatoren aus Asien und Afrika importiert worden, sowie es damals üblich war, Pflanzen von einer Kolonie in die andere zu exportieren und dort zu kultivieren. Die ebenfalls oft benutzte Vanille hingegen ist ursprünglich ein mittelamerikanisches Gewürz, das von den Spaniern in andere Weltgegenden verpflanzt wurde, während der gern verwendete rosa Pfeffer aus den benachbarten Regionen Brasiliens und Perus stammt.

    Rosa Pfeffer

    Rosa Pfeffer

    Als Begleitung zu Fleischgerichten sind in Mittelamerika auch kräftig gewürzte Relishes und Chutneys mit eingelegten Gemüse- und Früchtestücken beliebt, sowie die Sauce Sofrito aus Olivenöl, Zwiebeln und Knoblauch, die man meist zu Gemüse, Teigwaren oder Eintöpfen reicht.

    Nicht zu vergessen sind die Cajun-Würzmischungen der Kreolen in Louisiana. Sie haben sich auch in der Karibik verbreitet und enthalten vor allem Chilis, aromatische Kräuter, Senf und Kreuzkümmel. Cajun-Mischungen dienen als Fisch- und Fleischmarinaden und werden mit Knoblauch und Zwiebeln kombiniert.

    Fotos: Getty Images
    Text: Roberto Zimmermann

    Jerk-Chicken mit Papaya

    Ohne Jerk-Gewürzmischung geht in der Karibik und in der kreolischen Küche gar nichts, wobei es unzählige Variationen gibt. Darum unbedingt probieren.

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