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    Bucht von Mykonos mit Restaurants am Abend

    Mittelmeerküche - Was ist das überhaupt?

    So verschieden die Ernährungsstile Südeuropas, Nordafrikas und Vorderasiens sind, vereint sie ein gemeinsamer Nenner: das Essen als soziales Erlebnis.

    Den Ritterschlag erhielt die Mittelmeerküche im Jahr 2010. Auf Antrag von Spanien, Italien, Griechenland und Marokko wurde die «Dieta Mediterranea» offiziell in die lange Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen, auf der auch die Bierkultur Belgiens oder die Kunst der Kimchi-Zubereitung in Südkorea zu finden sind.

    Die mediterrane Küche gibts nicht

    Meeresfische in Auslage

    Die UNESCO-Auszeichnung markierte in gewisser Weise auch gleich die Geburtsstunde der Mittelmeerküche. Denn obwohl schon seit Jahrzehnten Kochbücher und Diätratgeber rund um die «mediterrane Küche» geschrieben werden, fehlte bis da eine klare Definition. Als «Mittelmeerküche» wurden die gemeinsamen Nenner der verschiedenen Ernährungsstile Südeuropas, Nordafrikas und Vorderasiens bezeichnet, wobei vor allem Produkte wie das Olivenöl, das frische Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte, Kräuter und Gewürze im Mittelpunkt standen.

    Symbol der Sehnsucht

    Korb mit mediterranem Gemüse

    In den letzten Jahrzehnten wurde die Definition um den Begriff der «Mittelmeerdiät» erweitert, wobei diese primär auf die gesundheitsfördernden Aspekte der mediterranen Ernährung fokussierte und damit ebenfalls kein vollkommen realistisches Bild zeichnete. Es schien, als wäre die Mittelmeerküche vor allem ein Symbol unserer Sehnsucht nach der Leichtigkeit des mediterranen Seins, wo einem die Trauben in den offenen Mund wachsen und kein Tisch gedeckt wird, ohne dass ein Glas Wein draufsteht.

    Teilen und Geniessen

    Verschiedene frische Kräuter und Mörser auf Tisch

    Was die Mittelmeerküche tatsächlich vereint, und das kommt in der Definition der UNESCO schön zum Ausdruck, ist neben einer Vielzahl an Handwerken, Ritualen und Traditionen auch der soziale Aspekt des Essens und Trinkens: Das Teilen und Geniessen. «Das gemeinsame Essen bildet die Basis der kulturellen Identität und Kontinuität der Gemeinschaften am Mittelmeer», schreibt die UNESCO. «Es ist ein Moment der sozialen Interaktion und Kommunikation, eine Bestätigung und Erneuerung von Familie und gemeinsamer Identität.»
    Anders gesagt: Es geht weniger darum, was man isst, als wie man isst.

    Fotos: Getty Images, iStockphto
    Text: Lukas Hadorn

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    Kommentare (1)
    R. K. Imfeld 23.02.2017

    Jedermann ist an jedem Tisch der Einheimischen herzlichst willkom-men u. niemand diskutiert wer jetzt was u. wieviel bezahlt - eine geleb te völlig unkomplizierte u. offene freiwillige Gastfreundschaft, egal ob sie sich in Italien, Griechenland, Spanien, Portugal etc. befinden.
    Vor allem hilft mit,wenn sie auch noch diejenige Sprache ein wenig beherrschen.

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