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    Italiener am Tisch am Spaghetti essen

    Swiss Fusion: Wie Immigranten unser Essen prägen

    Zuwanderer haben nicht nur die Schweizer Gesellschaft, sondern auch unsere Küche geprägt. Schon die Italiener bewiesen, dass Integration am besten übers Essen gelingt.

    Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht, lautet ein altes Sprichwort. Seine Bedeutung geht übers Essen hinaus. Es bezieht sich auf alles Fremde, dem wir zunächst einmal skeptisch gegenüberstehen. Wir wissen aber auch, dass Liebe durch den Magen geht: Wer es schafft, diesen zu erfreuen, erreicht irgendwann das Herz. Mit jedem leer gegessenen Teller ist früher oder später auch unser Misstrauen dem Unbekannten gegenüber vom Tisch. Wie der Kulinarikexperte Paul Imhof einst so schön sagte: «Der Bauch entdeckt das Fremde schneller als der Kopf.»

    Vielfalt spiegelt Migration

    Wir geniessen Baguette zum Frühstück, über Mittag treffen wir uns beim Italiener oder essen Thai-Curry in der Kantine. Wenn die Zeit knapp ist, tuts ein Döner vom Imbiss. Am Abend laden Freunde zum Fajita-Plausch, am Wochenende gehts ins Sushi-Restaurant. Die Vielfalt an Speisen, die uns tagtäglich begegnet, widerspiegelt die Bewegung in unserem Land.

    Baguette mit Konfitüre auf Tisch

    Baguette

    Fast jeder vierte der acht Millionen Einwohner ist auf dem Papier kein Schweizer. Manche Ausländer sind neu im Land, viele leben bereits in zweiter oder dritter Generation hier. Schweizer haben unterschiedliche Ansichten zur Zuwanderung – wie sehr diese unseren Tisch bereichert hat, kann keiner bestreiten.

    Lust auf kulinarisches Neuland

    Unsere südlichen Nachbarn sind der beste Beweis dafür. Die Italiener hatten einen schweren Start, als sie im letzten Jahrhundert in die Schweiz kamen. Doch sie belehrten Nörgler eines Besseren; weil sie hart arbeiteten – aber eben auch, indem sie das Herz ihres Gastlandes kochend eroberten. Spaghetti, Lasagne und Pizza gehören seit Kindesbeinen zu unseren Lieblingsgerichten, Pasta in allen Variationen zum Standardrepertoire heimischer Küchen.

    Den Italienern verdanken wir allerlei Leibspeisen – und letztlich die gestiegene Lust auf kulinarisches Neuland. Auch diese hat nämlich dazu geführt, dass sich fremdländische Küchen in der Schweiz so erfolgreich etablieren konnten und uns heute Menschen aus aller Welt mit Rezepten aus ihrer Heimat begeistern.

    Fotos: Pia Grimbühler, Getty Images
    Text: Virginia Nolan

    Spaghetti 5-P

    Köstliches Pastagericht, das schnell gezaubert ist: Tomaten und Peperoncino in Öl und Rahm köcheln, dann mit Parmesan verfeinern und zu Spaghetti servieren.

    Spaghetti 5-P
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