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    Salumeria Lamuri Berlin

    So machen Sie mehr aus Ihrem Berlin-Trip

    Welche Küche ist in Berlin gerade angesagt? Und welche Lokale machen Furore? Folgen Sie den Tipps unserer Experten, und Sie erleben die Stadt an der Spree aus neuer Warte.

    Foodblogger Per Meurling und seine Favoriten

    Foodblogger Per Meurling von Berlin Food Stories

    Per Meurling betreibt den Foodblog Berlin Food Stories.

    Migusto: Wo sollte man derzeit einen Tisch in Berlin reservieren?
    Meurling: Im «Lode & Stijn», dem wunderbaren Neo-Bistro in Kreuzberg, in dem zwei junge Holländer heldenhaft leckere und gehobene Küche anbieten.

    Was sind die aktuellen Foodtrends in der deutschen Hauptstadt? Welche Kulinarikszene boomt dort gerade?
    Sehr gehypt wird hier im Moment die israelische Food-Szene: Junge Kreative aus Tel Aviv eröffnen zurzeit in Berlin fantastische Restaurants, in denen nicht nur Hummus auf den Karte steht. Das Thema jüdische Kochkunst ist generell ein heisses Thema und spätestens seit dem jüdischen Food-Festival Nosh ist das Interesse riesig.

    Was sind die neuen kulinarischen Treffs in Berlin?
    Meine drei Favoriten: «Kin Dee» ist ein ganz neues thailändisches Restaurant, das von der jungen Köchin Dalad Kambhu in Zusammenarbeit mit der Grill-Royal-Gruppe gestartet wurde. Hier kommt spannende, moderne Thai-Küche auf die Teller und das Ganze wird von einer raffinierten Weinkarte begleitet. Das «Ryōtei 893» ist das Japan-Fusion-Restaurant des berühmten Berliner Gastronomen Duc Ngo, in dem sich die Westberliner Szene zu Sushi & Cocktails trifft. «Mrs. Robinson’s» ist ein kleiner Laden im nördlichem Prenzlauer Berg, in dem ein junger Israeli eine spannende Mischung zum Thema «Asia meets West» kocht.

    Dalad Kambhu und Moritz Estermann im Restaurant Kin Dee Berlin

    Küchenchefin Dalad Kambhu und Gastgeber Moritz Estermann in ihrem thailändischen Restaurant «Kin Dee».

    Tipps für den Morgen

    Benedict Berlin (Wilmersdorf)

    Restaurant Benedict Berlin

    Es ist laut, voll und wunderschön! Palmenblätter spriessen an den Wänden, die Tische biegen sich unter Pancakes- und Falafeltürmen. Kinder, Eltern, Omas und Opas, hippe Youngsters und Bohemians, Gesittete und Freakige lümmeln sich in den bequemen Sitzgruppen. Und man hört Menschen auf Englisch und Spanisch, Hebräisch und Deutsch reden. Das Benedict Berlin, eine Dependance der israelischen Restaurantkette Benedict, ist ein Magnet für Fans des unkomplizierten Geschmacks! Hier wird das Frühstück bis zum Abend serviert, demnächst sogar rund um die Uhr. Und was für eins: Eggs Benedict in den schönsten Variationen, fluffige Pancakes, Müsli mit frischem Obst.
    benedict-breakfast.de

    Engelberg (Prenzlauer Berg)

    Deutsches Frühstück unterscheidet sich wenig vom Schweizer Pendant: gutes Brot, feine Butter, Wurst, Käse und Marmelade. Der einzige Unterschied: In Berlin ist es schwierig, ein Café mit wirklich hochwertigen Produkten zu finden. Vielleicht ist deshalb das Engelberg so beliebt. Auf den Tisch kommt luftgetrockneter Speck oder alter Bergkäse, Weisswurst mit Brezel oder Leberkäse zum guten Sauerteigbrot. Viele Zutaten stammen aus dem süddeutschen Raum. Und weil das Frühstück so fantastisch ist, kann man es auch bis 18 Uhr geniessen.
    engelberg-berlin.de

    Bonanza Coffee (Prenzlauer Berg)

    Achtung Suchtgefahr! Der Duft von frisch gerösteten Bohnen zieht einen magisch ins Café: «Bonanza Coffee» war eine der ersten Röstereien Berlins, die sich auf besondere Qualitäten und Lagenkaffees spezialisiert haben. Wer will, kann die Top-Kaffees in verschiedenen Zubereitungsarten hier frisch gemahlen probieren. Dazu gibt es ein feines Croissant – ausreichend für die meisten der Bohemiens, für die das Ladencafé mit rauem Industriecharme in der Oderberger Strasse ein zweites Zuhause ist.
    bonanzacoffee.de

    Tipps für tagsüber

    Salumeria Lamuri (Kreuzberg)

    Salumeria Lamuri Berlin

    Wer über die Schwelle der «Salumeria Lamuri» tritt, begibt sich auf eine Zeitreise und schwingt zurück zu den Anfängen des 20. Jahrhunderts: Alte Fliesen an Wänden und Böden, Stuckverzierung und nostalgische Caféhausmöbel. Was es hier gibt: Feinkostprodukte und Wein aus Italien. Dazu täglich frisch belegte Panini, Salumi, Salate und Cornetti. Die meisten Gäste kommen morgens auf einen Cappuccino am Tresen oder mittags für eine Kleinigkeit, z.B. Tagliatelle mit frischen, schwarzen Trüffeln in Parmesanbutter serviert – täglich frisch. lasalumeria.wordpress.com

    Sticks‚n’Sushi (Tiergarten)

    Sticks‚n’Sushi Berlin

    Die Erfolgsgeschichte aus Dänemark findet eine Fortsetzung in Berlin: In einem Kathedralen-Ambiente in der Potsdamerstrasse überraschen farbenfrohe Kreationen mit nordischen Zutaten im japanischen Sushi-Stil. Wie zum Beispiel Beef Tataki – Rindfleischstreifen, die mit Räucherkäse, Schnittlauch, Mandeln, Yuzu-Kosho und würzigem Goma kombiniert werden. Die Symbiose von dänischer und japanischer Küche, die vor 20 Jahren in Kopenhagen erfunden wurde, funktioniert auch hier.
    sticksnsushi.berlin

    Data Kitchen (Mitte)

    Data Kitchen Berlin

    Eine spinnerte Idee oder das Restaurant der Zukunft? Im «Data Kitchen» wird das Essen per App geordert und auch bezahlt. Ist es fertig, erscheint der Name des Gastes auf einer Glaswand, hinter der sich Fächer mit den fertigen Gerichten verbergen. Dafür, dass was aus der «Foodwall» kommt schmeckt, sorgt Alexander Brosin, der viele der Zutaten für seine Kreationen von lokalen (Bio-)Produzenten bezieht. Wachsweiche Eier im Glas mit gedünstetem Spargel, krossem Speck und Kartoffelspuma ist der Renner beim Frühstück (bis 17 Uhr). Mittags kommt dann zum Beispiel ein köstlicher, gerillter Tafelspitz aus dem Servierautomaten.
    datakitchen.berlin

    Brasserie Colette (Schöneberg)

    Brasserie Colette Berlin

    Verspiegelte Wände, Regale voller Gläser, Ledersitzbänke und Bistrotischchen: ziemlich französisch, die «Brasserie Colette», einen Steinwurf vom Ku’damm entfernt. Berlins Starkoch Tim Raue lässt hier das Savoir-vivre der Grande Nation aufleben: mit Champagner und Pouilly Fumé zu Austern, Entenlebermousse und Froschschenkeln, Kalbskopf Ravigote und Bouillabaisse, Tarte au Citron und Crêpe Colette.
    brasseriecolette.de

    Mogg (Mitte)

    Mogg Berlin

    Mit oder ohne Sauerkraut – das ist hier die Frage! Die besten Pastrami jenseits von New York gibt es nämlich im «Mogg», einem unprätentiösen Deli, welches der Brite Paul Mogg in der ehemaligen Jüdischen Mädchenschule in einer Mischung aus amerikanischem Dreissiger-Jahre-Mobiliar, europäischen Designklassikern und Stoffen von Kwadrat eingerichtet hat. Neben den Pastrami, Suppen und Salaten reicht das Angebot bis zu gegrillten Merguez-Würstchen oder Brioche mit getrüffelten Pilzen mit pochiertem Ei. Dazu gibt es eine Handvoll Feinkostprodukte wie koscheres Salz oder Wein.
    moggmogg.com

    Tipps für den Abend

    Bar Tausend / La Cantina (Mitte)

    Bar Tausend / La Cantina Berlin

    Kein Schild, kein Hinweis. Wer den Eingang zur «La Cantina» sucht, findet nur eine unbeleuchtete, mausgraue Metalltür unter einer Bahnbrücke. Aber wenn die aufgeht und der Türsteher einen einlässt, tut sich ein überraschendes Universum auf. In den ehemaligen Bahn-Versorgungsräumen am Schiffbauerdamm hat sich die Bar Tausend cool und stylish eingerichtet, dahinter das Restaurant La Cantina, das schon Promis wie Leonardo DiCaprio gesehen hat. Die Küche liegt offen in der Mitte und zaubert Gerichte in einem Mix von Aromen aus Lima und Berlin.
    tausendberlin.com/cantina

    Bricole (Prenzlauer Berg)

    Bricole Berlin

    Hauptspeisen? Fehlanzeige! Was der junge Gastronom Fabian Fischer seinen Gästen mit frischem Charme an den Tisch bringt, sind Hors d’œuvres in klassischer Entréegrösse. Und das ausschliesslich. So lassen sich im Bistro Bricole aus der kleinen Karte mit saisonalem und regionalem Fokus gleich mehrere verschiedene Gerichte zu einem Menü zusammenstellen, das preislich auch im kleinem Rahmen bleibt. Und beim Wein wird nur der Handelspreis pro Flasche bezahlt – plus einem Aufschlag von 16 Euro. Also viel französischer Geschmack für kleines Geld.
    bricole.de

    Kochu Karu (Prenzlauer Berg)

    Was kommt dabei heraus, wenn ein spanischer Küchenchef und seine singende koreanische Partnerin ein Restaurant in Berlin eröffnen? Mehrfach ausgezeichnete, aussergewöhnliche Kreationen, in denen sich koreanische Küche mit Tapas paaren. Koch José Miranda Morillo hat mit der Opernsängerin Bini Lee aber noch eine weiteren «Streich» parat: Eine Komposition aus vier Gängen, die sie singend begleitet – das sogenannte «SingMahl!». Reservierung unbedingt empfohlen!
    kochukaru.de

    Berliner Megatrend: Israelische Küche

    Berlin? Das war keine Liebe auf den ersten Blick für Oz Ben David. Der Mittdreissiger mit den warmen, braunen Augen schmunzelt ein wenig verlegen. Kaum zu glauben, dass das noch gar nicht so lange her ist, dass er in der deutschen Hauptstadt gelandet ist und sie erst einmal grau und dreckig fand. Jetzt hat er hier seine grosse Liebe geheiratet und eröffnet bald sein zweites Restaurant. Vier verschiedene Sorten Hummus sind das Erfolgsrezept des Israelis im «Kanaan». Zusammen mit seinem palästinensischen Partner zelebriert er levantinische Gastfreundschaft im unkonventionellen Stil in einer Art Imbissbude. «Das nächste Restaurant», sagt er, «wird eine grosse Auswahl Falafel anbieten, nach Rezepten aus verschiedenen Ländern zubereitet.»

    Kanaan Berlin

    Mit der Aromenwelt aus dem vorderen Orient setzt Oz Ben David auf eine Erfolgsformel, die gerade in Berlin voll aufgeht. Über 20 000 Israelis sind in den letzten Jahren an die Spree gezogen. Nicht wenige eröffnen Delis und Restaurants mit orientalischer Küche. Szenestatus: Schwer angesagt! Denn die Gerichte entsprechen einem Modegeschmack: Die meisten sind vegetarisch, mit wenig Kohlenhydraten, gesund. Das Design der Restaurants ist dazu unkonventionell, jung, hip. Schon hat man sich daran gewöhnt, in Berlin wieder Hebräisch zu hören.

    Das «Yafo» ist ebenfalls eines dieser israelischen Restaurants, wie sie gerade überall in der Hauptstadt aus dem Boden spriessen. Das Angebot an Speisen reicht von «Im Ofen geröstetem Blumenkohl mit Tahina-Sauce» bis zu «Teller Viv», eine Kombination aus Tahina, Matbucha, Joghurt mit Dattelhonig, dazu Pitabrot und frischen Kräuter. Eine Fülle von Gemüsesorten kombiniert mit orientalischen Gewürzen, Datteln und Nüssen ebenso im «Mugrabi», welches Guy Balassiano gehört, der ursprünglich aus Haifa stammt. Zusammen mit Künstlern und Studenten aus Israel suchte er in Berlin ein zweites Zuhause und brachte seine Heimatküche mit: Hummus mit Shakshuka-Sauce oder Milchpudding mit Rosenwasser.

    Haya Molcho war eine der ersten, die israelische Küche in Berlin hoffähig machte. Geboren in Tel Aviv, aufgewachsen in Bremen, lebt sie heute mit ihrem Mann, dem berühmten Pantomimen Samy Molcho, und ihren Söhnen in Wien, von wo aus sie die «NENI»-Restaurants in der Österreichischen Hauptstadt, in Zürich, Hamburg und eben auch im «25hours Hotel Bikini Berlin» betreibt. Ihr legendäres Hummus in drei Geschmacksrichtungen, das sie mit Sesampaste eines palästinensischen Herstellers verfeinert, liegt in den Kühltheken österreichischer und deutscher Supermärkte.

    Text: Brigitte Jurczyk
    Fotos: Nicky Walsh

    Currywurst

    In Scheiben geschnitten und mit einer hausgemachten Currysauce serviert, wird Schüblig zum Berliner Kultgericht Currywurst.

    Currywurst
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      Hintergrund
      Was macht US-Küche aus? Wir fragen einen, der es wissen muss: Der Schweizer Daniel Humm kocht seit 2003 in New York und hat es zu Weltruhm gebracht.
      Listicle
      Wir haben fünf Schweizer Wohlfühl-Lokale mit hausgemachten Kuchen getestet.
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      Viele Restaurants in Freibädern haben sich neu erfunden und bieten Spezialitäten an – unsere Top Ten.
      Interview
      Wie sich der Genuss von Schoggihasen noch toppen lässt.
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