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    Mit Erdnussbutter bestrichene Brotscheiben

    Samichlaus & Erdnussbutter

    Mit dem Samichlaus beginnt die Hochsaison für spanische Nüssli. Beste Gelegenheit also, daraus Erdnussbutter zu zaubern für eine kulinarische Tour du monde.

    Was haben der Samichlaus und das spanische Nüssli gemein? Richtig, beide verbergen ihre Schätze in einem Sack respektive in einer Schale. Zudem kommen sie meist zu zweit aus der Dunkelheit: der Samichlaus mit seinem Gehilfen Schmutzli nächtens aus dem Irgendwo im Nirgendwo. Die Zwillingsnuss wiederum, botanisch betrachtet eine Hülsenfrucht, reift im dunklen Erdreich heran, daher der deutsche Name Erdnuss.

    Und wie der Samichlaus die ganze Welt bereist, ist auch die Erdnuss eine Art Globetrotterin. Ursprünglich in Süd- und Mittelamerika beheimatet, wo sie seit 8000 Jahren als Nahrungsmittel dient, kam sie mit den Spaniern nach Europa, was ihr bei uns den Rufnamen spanisches Nüssli eingebracht hat. Die Portugiesen brachten die Erdnuss in den malaiischen Archipel und der Sklavenhandel beförderte sie nach Afrika und Nordamerika. Heute wird sie auf allen Kontinenten angebaut und kulinarisch genutzt. Derweil Erdnüsse bei uns als Samichlausgabe, Öllieferanten und TV-Snack geschätzt sind, dienen sie in anderen Kulturen als Aromaspender und Grundzutat unzähliger süsser und salziger Gaumenfreuden. Ein Blick über den Tellerrand zeigt, welche kulinarischen Qualitäten die Erdnuss tatsächlich in petto hat.

    Tour du monde mit Erdnussbutter

    Alles in Butter

    Vor allem Erdnussbutter-, -paste und -mus sind rund um den Globus Teil des Speise- und Würzrepertoires. Zwar ist die Erdnussbutter, wie wir sie heute kennen, eine Erfindung aus den USA des 19. Jahrhunderts. Doch sollen schon die Inkas und Azteken Erdnüsse zu einer Paste verarbeitet haben. Erdnussbutter lässt sich denn auch bestens aus spanischen Nüssli zaubern. Die Adventszeit, notabene Hochsaison für spanische Nüssli, ist somit geradezu prädestiniert dafür.

    Spanische Nüssli sind im Gegensatz zu den bereits geschälten Snack-Nüssli weder gesalzen noch gesüsst. Sie werden mit Schale frisch geröstet, bevor sie in den Handel gelangen. Dadurch schmecken sie einzigartig. Hiesige Erdnuss-Röstereien sind das ganze Jahr über in Betrieb. Schalennüssli lassen sich aber gut verschlossen, trocken und kühl einige Monate aufbewahren. Sie verlieren jedoch beim Lagern an Aroma. Auch darum lohnt es sich, spanische Nüssli gleich zu verarbeiten, sofern sie nicht geknabbert werden. Zumal ihre inneren Werte gerade jetzt willkommen sind. Diese machen das spanische Nüssli nämlich zum veritablen Nervenfutter.

    Von Grund auf gut

    Selbst gemacht schmeckt Erdnussbutter nicht nur unvergleichbar gut, sondern lässt sich auch nach Belieben variieren. Sie kann beispielsweise cremig oder crunchy zubereitet werden, also ohne oder mit grob gehackten Erdnüssen. Für süsse Erdnussbutter eignen sich etwa Zucker, Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup, Schokoladenpulver und Vanillepaste. Für salzige Varianten empfehlen sich nebst Salz Gewürze wie Zitronengras, Chili und Zimt. Die Amerikaner kombinieren Erdnussbutter übrigens gerne mit Konfitüre. PB&J (Peanut Butter and Jelly) ist ein Klassiker unter den Sandwiches.

    Tipps

    Das rotbraune Häutchen, welches das spanische Nüssli umschmiegt, soll zwar wohltuend sein. Da es in grösseren Mengen jedoch bitter schmeckt, wird es vor dem Verarbeiten der Nüssli besser entfernt. Erdnussbutter lässt sich im Kühlschrank circa einen Monat aufbewahren.

    Text: Stephanie Riedi
    Fotos: Getty Images

    Kokos-Erdnussbutter

    Ärdnüssli aus dem Chlaussack übrig? Dann ab mit ihnen in den Cutter, Kokos- und Kondensmilch dazu – fertig ist der Aufstrich für pikante Apérohäppli.

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