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    Naturfarben zum Eierfärben

    Ohne Eier keine bunten Ostern

    An Ostern sind sie der bunte Farbklecks: die Ostereier. Bevor sie versteckt und getütscht werden, dürfen wir sie ausblasen, verzieren und färben.

    Ohne Eier keine bunten Ostern. Nur: Wie kamen die Ostereier überhaupt zu ihrer Farbe? Dafür gibt es neben vielen symbolischen und religiösen eine praktische Erklärung. Der Ursprung des Brauchs geht auf das Mittelalter zurück. Damals wurde von Aschermittwoch bis Karfreitag gefastet. Während der Fastenzeit durften keine tierischen Produkte wie Fleisch und Eier gegessen werden. Da die Hühner natürlich fröhlich weiter Eier legten, wurden diese Eier gekocht, um sie länger haltbar zu machen. Die Färbung wiederum sollte verhindern, dass es nach der Fastenzeit zu Verwechslungen mit rohen Eiern kommen konnte. Eier waren auch eine Sachleistung: Mit ihnen wurden die Zinsen für das gepachtete Land beglichen. Heute wird an Ostern nicht mehr gefastet, sondern geschlemmt. Die Tradition des Eierfärbens und -verschenkens ist geblieben. Als Symbol des Lebens sind Eier der bunte Farbklecks an Ostern. Alte Techniken haben überlebt, zahlreiche neue sind hinzugekommen.

    Kinder bemalen Ostereier

    Färben mit Naturfarben

    Das Färben von Eiern mit Naturfarben, Zwiebelschalen, Rotkohl, Randen, ist eine uralte Tradition. Tauchen Sie zu Beginn die Eier in Essigwasser, so nehmen sie die Farbe besser auf. Wer vor dem Färben Verzierungen anbringen möchte, benötigt eine alte Strumpfhose oder Verbandsgaze. Kräuterblätter, Blattspitzen oder Papierschnittmuster leicht befeuchten und aufs Ei drücken. Mit Gaze einbinden oder Strumpfhose überziehen und mit Garn oder Küchenschnur zubinden und warten bis das Ei trocken ist. Für den Farbsud zerkleinert man die Pflanzen und kocht sie 20 bis 40 Minuten in Wasser, danach den Inhalt durch ein Sieb giessen. Um ein schönes Färberesultat zu erzielen, müssen die Eier mindestens eine halbe Stunde vollständig in den Sud getaucht werden. Für intensivere Farbtöne ist eine längere Färbedauer notwendig. Zwiebelschalen ergeben einen sehr warmen Braunton. Dazu kochen Sie zwei bis drei Handvoll Zwiebelschalen eine Viertelstunde lang in einem Liter Wasser und lassen den Sud circa 1 Stunde ziehen. Dann die Eier acht bis zehn Minuten darin köcheln lassen. Wenn Sie die bunten Eier nach dem Färben mit Speiseöl oder einer Speckschwarte einreiben, erhalten sie einen festlichen Glanz. Kochtipp: Damit die Eiers beim Kochen nicht aufplatzt, sollten sie vorher Zimmertemperatur annehmen.

    Eierschalen-Kreationen für die Osterdekoraktion

    Dekoration mit Eierschalen

    Wer die Eier mit Zwiebelschalen färbt, verwendet bereits Küchenreste. Auch Eierschalen lassen sich für Osterdekorationen vielfältig kreativ nutzen. Klitzekleine Pflanzen wie etwa Sukkulenten können in die Eierschale gesetzt und anschliessend mit Erde aufgefüllt werden. Ebenso lassen sich mit der nötigen Behutsamkeit Eierschalen zu Mini-Vasen umfunktionieren, in denen Schneeglöckchen oder Schlüsselblümchen nonchalant den Frühling ankündigen. Ein weiterer Hingucker sind bunte Ostereierschalenstücke, in denen Teelichter brennen. Probieren Sie es aus!

    Ausblasen für den Osterschmuck

    Okay, ein bisschen Fingerspitzengefühl braucht es für das Ausblasen der Eier. Ausserdem benötigen Sie – neben dem rohen Ei – eine Stecknadel oder einen Eierstecher sowie eine feine Stricknadel oder ein Holzstäbchen. Oben auf der Spitze und auf der flacheren Unterseite mit der Stecknadel oder dem Eierstecher vorsichtig ein Löchli machen, danach den Einstich bearbeiten bis eine Öffnung von circa 3 Millimetern entsteht. Eine feine Stricknadel oder ein Holzstäbchen durch eine Öffnung schieben und die Haut des Eidotters durchstechen. Danach kann das Ausblasen beginnen. Wichtig hier: Das Ei muss mit den Händen fest umfasst werden, damit der Druck auf die Schale gleichmässig verteilt wird. Anschliessend das Ei mit Wasser spülen, schütteln, noch einmal ausblasen und austrocknen lassen. Die Reste zum Beispiel für Rührei verwenden.

    Fotos: Getty Images, iStockphoto, Stocksy
    Text: Judith Wyder

    Rührei mit Lachs und Rucola

    Rührei gehört zu den einfachen, aber feinen Eierspeisen. Veredelt mit Rauchlachs und Rucola wird es zu einem attraktiven kleinen Hauptgericht.

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