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    Gemüseauslage auf dem Borough Market in London

    In vier Tagen um die Welt

    In London gibt es fast alle Küchen der Welt zu testen. Und selbst die britische brilliert an den richtigen Orten, wie Migusto-Rezeptautor Philipp Wagner an einem verlängerten Wochenende herausfand. Sein Tagebuch.

    Samstag

    7.30 Uhr – Landung in London Heathrow. Im nahen Quartier Chiswick beziehen wir ein Appartement. Da es in Flugzeugen (fast) nichts zu essen gibt, wählen wir fürs Frühstück Hack & Veldt Delicatessen, ein heute typisches Londoner Café. Es gibt: Cappuccini im Barista-Style, Gemüse-Pie, Gipfeli und Pasteis de nata, portugiesische Blätterteigchüechli mit einer Creme aus Ei, Zucker und Milch – ein internationaler Einstieg in die Londoner Esskultur.

    Zwischen Westminster Bridge und dem Southbank Kulturzentrum liegt ein kleiner Streetfood-Markt, unter dem «London Eye», dem wirklich riesigen Riesenrad und neuen Wahrzeichen der Stadt. Coole Musik und ein wilder Mix an Düften von Speisen locken. Wir schnabulieren Pommes frites («Fries») mit Trüffelmayonnaise, frittiert in Entenfett, dazu Entenburger mit Sauerkraut und Blauschimmelkäse. Simply delicious!

    Spaziergang am Themse-Ufer zum Borough Market. Wir verputzen ein sensationelles «Salted Caramel» Glacé aus Ziegenmilch. Selbst zum obligaten Käsegang kommen wir: an einem Stand mit Käse aus Frankreich und der Schweiz. Späterer Nachmittag: Wheatsheaf Pub, das sich als bestes Pub des Quartiers rühmt; das Bier ist naturtrüb, wie ich es liebe.

    Schild Borough Market London

    Ausklang im Myung Ga, einem koreanischen Restaurant in der Kingly Street: Kimchi (fermentierter Chinakohl), Bibimbap (Gericht aus Reis, diversen Gemüsen, Fleisch und gebratenem Ei) und andere eher leichtere Köstlichkeiten. Gekrönt wird der erste Tag von einem Drink in der Met Bar im Como Metropolitan Hotel am Hyde Park, die bis vor sechs Jahren Mitgliedern vorbehalten war.

    Sonntag

    Wir starten im Quartier Chiswick bei Kitchen & Pantry in den zweiten Tag: Eggs Benedict, Kaffee, frisch gepresster Saft. Bummel durch den Portobello Road Flohmarkt. Zwischenstopp bei Cupcakes – übrigens eine über 200 Jahre alte amerikanische Erfindung.

    Lunch: Fish and Chips bei Harrods. Hervorragender Kabeljau. Klassisch. Chic. 28 Pounds.

    Abends Live-Jazz und Wein im Cavosso’s at 210 in Chiswick.

    Montag

    Wecken um 4:30 Uhr. Auf zum All England Lawn Tennis and Croquet Club nach Wimbledon zum grössten, tollsten, legendärsten Grand Slam Tennis-Turnier der Welt. Um Tickets zu bekommen, muss man sich bis zu 40 Stunden vor Einlass in die Queue einreihen. Wir ergatterten eine Ground Admittance; man kann rein, Spiele anschauen, allerdings nicht die der Cracks auf Center Court und Court No. 1. Aber Wimbledon ist nicht nur Tennis, sondern auch Pimm’s, Erdbeeren mit Frozen Joghurt und Shortbread Crumble. Roger Federers Sieg über Grigor Dimitrov schauen wir am weltberühmten Henman-Hill auf Grossleinwand, mit über 10 000 anderen Tennis-Fans.

    Dienstag

    Noch einmal ein tolles English Breakfast in einem italienischen Café in Chiswick. Chiswick – ein Insider-Tipp meiner Frau. Sie hat drei Jahre in London gelebt und liebt das Quartier unter anderem wegen der vielen kleinen Restaurants mit gutem Essen.

    Cheers: Migusto-Koch Philipp Wagner.

    Cheers: Migusto-Koch Philipp Wagner.

    Business-Lunch im Greenhouse Restaurant im noblen Mayfair-Viertel. Höhepunkte setzen die Desserts: Einmal weisser Pfirsich in dreierlei Form und einmal Blueberry Spongecake mit Glacé und Macarons gefolgt von Petitfours, wie Himbeer-Marshmallows, Cashew-Pralinés und Passionsfrucht-Schokolade. 2 «Michelin»-Sterne, 35 Pounds. Grossartig. Hingehen!

    Was vor der Rückreise in die Schweiz noch sein muss: Abstecher in die China Town, nach Covent Garden und zum Afternoon Tea mit Scones ins traditionsreiche, piekfeine Kaufhaus Fortnum & Mason.

    Very british, indeed.

    Fotos: Getty Images, iStock
    Text: Philipp Wagner

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    Kommentare (1)
    C. Bonamusa-Bersier 01.09.2017

    très bien, excellent :)

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