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    Geschmückter Hochzeitstisch im Freien

    «Ein Viergangmenü ist ideal»

    Hochzeitsplanerin Caterina Pelosato Bieg über das perfekte Festmenü und was es bei der Planung alles zu beachten gilt.

    Migusto: Was ist der kulinarische Dauerbrenner an Hochzeiten?
    Pelosato Bieg: Das Dessertbuffet! Und zwar mit Schoggicreme auf ausdrücklichen Wunsch des Bräutigams. Vielfach bestimmt nämlich er, was gegessen und getrunken wird. Bei allem anderen lässt er der Braut freie Hand, aber beim Kulinarischen gilt: Das entscheide ich.

    War das bei Ihnen auch so?
    Nein, mir war das Essen ebenso wichtig wie meinem Mann, denn wir kommen beide aus der Gastronomie/Hotellerie.

    Was gab es?
    Wir entschieden uns für ein italienisches Vorspeisen-Buffet, gefolgt von Spaghetti mit Cherrytomaten. Als Hauptgericht gab es Steaks mit Rosmarinkartoffeln und als süsses Finale ein Dessertbuffet. Highlight war unsere Hochzeitstorte – ein grosses explodiertes Zuckerherz. Das kostete zwar ein kleines Vermögen. Aber die Gäste waren begeistert.

    Caterina Pelosato Bieg

    Empfehlen Sie generell, bei einem Thema zu bleiben wie etwa bei der italienischen Küche?
    Wichtig ist, das Hochzeitsmenü auf die Lebensweise des Paares und der Gäste abzustimmen, also eher Vertrautes als Unbekanntes oder Extravagantes einzuplanen. Auch Ort und Jahreszeit sollten bei der Wahl berücksichtigt werden. Eine regionale, saisonale Küche garantiert frische Rohprodukte in guter Qualität. Für eine Hochzeitsfeier in einem Berghotel beispielsweise empfehlen sich folglich eher rustikale als exotische Speisen und im Frühling eher Spargeln als Kohl. Lifestyle, Location und Saisonalität sind übrigens auch für die Dekoration entscheidend.

    Wie viele Gänge soll das Hochzeitsmenü haben?
    Ein Viergangmenü ist erfahrungsgemäss ideal, weil so der Zeitplan am besten eingehalten werden kann.

    Sind bei der Menüwahl zeitgeistige Ernährungsweisen zu berücksichtigen?
    Das Brautpaar kann nicht allen Wünschen gerecht werden. Viele Gerichte lassen sich jedoch so abwandeln, dass etwa auch Vegetarier auf ihre Kosten kommen. Optisch sollten sich die Kompositionen jedoch ähnlich sehen, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt oder am Tisch zum Gesprächsthema wird.

    Gibt es Speisen oder Gerichte, die an Hochzeiten verpönt sind?
    Nein. Poulet beispielsweise ist heute ebenso angesehen wie Rindfleisch. Zudem ist die Schweiz ein multikulturelles Land. Einzig Fisch kommt hierzulande nicht so gut an, weil wir allgemein wenig Fisch essen. Bei einer italienischen, spanischen oder portugiesischen Hochzeit hingegen sind Fisch und Meeresfrüchte Teil des klassischen Menüs. Bei Hochzeiten mit Gästen aus dem Balkan oder der Türkei würde ich wohl auf Schweinefleisch verzichten.

    Wäre da ein Buffet nicht am unproblematischsten?
    Davon rate ich ab. Warme Gerichte verlieren immer an Qualität. Buffets empfehlen sich lediglich für Vorspeisen und Desserts sowie für Barbecues und Food-Markets, die übrigens im Trend liegen. Die Gäste schätzen es sehr, an verschiedenen Ständen frisch zubereitete Kleinigkeiten zu geniessen.

    Im Alltag von Caterina Pelosato Bieg dreht sich alles um den schönsten Tag im Leben anderer. Sie ist Hochzeitsplanerin, Geschäftsführerin der Firma Wedding à la carte und Schulleiterin der Swiss Academy of Wedding & Event Education (AWEE) in Horgen (ZH), an der künftige Hochzeitsplanerinnen und -planer ausgebildet werden.
    Infos:
    wedding-alacarte.com

    Fotos: Getty Images, ZVG
    Text: Stephanie Riedi

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