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    Teigtaschen in der Produktion

    Die Welt in der Tasche

    Teigtaschen bedienen jeden Geschmack. Darum sind sie weltweit begehrt, als Fingerfood oder als Festessen. Wir stellen die 10 beliebtesten Wundertüten vor.

    Ravioli

    Ravioli gelten als Urmutter der Pasta ripiene, der gefüllten Teigwaren all’italiana. Das Wort Raviolo geht auf den ligurischen Dialektausdruck rabiolo zurück, auf Deutsch Reste. Teigtaschen dienten früher vornehmlich dazu, Übriggebliebenes zu verwerten. Heute begeistern Ravioli entweder als hauchzarte, exquisit gefüllte Pasta oder als Büchsenravioli. Die ersten Dosenravioli wurden übrigens als «Super Raviolini alla Milanese» in den 1930er-Jahren von der Konservenfabrik Seethal im Aargau lanciert.

    Piroggen

    Piroggen

    Die Pirogge ist das Paradebeispiel für die Vielseitigkeit der Teigtasche. Es gibt sie aus Nudel-, Blätter- oder Hefeteig mit Füllungen jeder Art. Polnische Pierogi etwa sind aus Nudelteig und enthalten Sauerkraut, Hackfleisch, Pilze oder Beeren. Finnische Piirakkas aus Roggenmehl sind traditionell mit Gerstenbrei, Milchreis oder Kartoffelstock gefüllt. Russische Piroschki aus Hefeteig wiederum ähneln Weggen und bergen im Innern Hackfleisch, Kohlgemüse oder Kartoffeln und Ei.

    Manti

    Manti

    Türkische Manti gehören zu den traditionellen Festgerichten. Die winzigen Täschchen werden aus hauchdünn ausgewalltem Yufka-Teig gefertigt und mit gewürztem Lammhackfleisch, Pinienkernen und Minze oder aber mit Linsen gefüllt. Dazu gibt es je eine Sauce auf Joghurt- und auf Ölbasis. Manti gehen vermutlich auf Mantu zurück, afghanische Teigtaschen mit einer Farce aus Lammhackfleisch, serviert mit Tomaten-Linsen-Sauce. Auch Mantu gelten als Festessen.

    Pastel

    Pastel

    Böse Zungen behaupten, das brasilianische Streetfood sei eine Kopie der chinesischen Frühlingsrolle. Fakt ist, frittierte Pastels sind ein beliebter Snack und Pastelerias in den Städten Brasiliens an jeder Ecke anzutreffen. Pastels gibt es beispielsweise mit Hackfleisch gefüllt, mit Poulet, Crevetten, Palmherzen oder Catupiry, einer Art Frischkäse. Süsse Versionen enthalten etwa Guaven-Konfitüre oder Banane und Schokolade.

    Wan Tan

    Wan Tan sind eine Spezialität Chinas. Jede Region hat ihre eigenen Nudelteigtäschchen und ihre eigene Kultur, diese zu kombinieren und zu servieren. Entsprechend heissen sie überall anders. Auch bei uns sind sie unter verschiedenen Bezeichnungen zu geniessen: Mal werden sie Wantan, mal Wonton oder Huntun genannt. Als Füllung dienen Fleisch, Gemüse, Fisch, Meeresfrüchte oder Pilze. Wan Tan gibt es gedämpft, gekocht, gebraten, frittiert oder in Suppe serviert.

    Samosa

    Samosa

    Die dreieckigen Teigtaschen werden zwar der nordindischen Küche zugeschrieben. Kulinarik-Historiker vermuten ihre Wurzeln jedoch in Ägypten oder Persien. So oder so: Samosas avancierten vom traditionellen Restegericht zum internationalen Bestseller. Der Teig aus Weizenmehl, Wasser und Öl wird mit Gemüse, Fleisch, Poulet oder Fisch gefüllt. Samosas gibt es frittiert oder gebacken. In Indien werden sie als Streetfood gerne mit Chutney gegessen.

    Maultaschen

    Der Legende nach geht das Wort Maultasche nicht auf Maul (Mund) zurück, sondern auf das Kloster Maulbronn im Schwabenland. Dort sollen die «Herrgottsbescheisserle» erfunden worden sein. Mönche, die während der Fastenzeit nicht auf Fleisch verzichten wollten, packten dieses in Nudelteigtaschen, so dass der Herrgott es nicht sah. Maultaschen sind traditionell mit Brät, eingeweichten Brötchen und Zwiebeln gefüllt, locken heute aber auch in diversen Abwandlungen.

    Sambusas

    Sambusas

    Sambusas oder Sambusaks werden der ostafrikanischen Küche zugeschrieben, sind aber auch im Irak und im arabischen Raum geschätzt. Die dreieckigen Teigtaschen erinnern an indische Samosas, die notabene aus Ägypten oder Persien stammen sollen. Die Füllung von Sambusas variiert von Land zu Land, von Region zu Region. In Somalia etwa sind Sambusas mit Lamm- oder Rindfleisch beliebt, in Äthiopien mit Linsen. Irakische Sambusaks enthalten Poulet oder Schafskäse.

    Rissoles

    Rissoles

    Rissoles stammen aus der französischen Küche, erfreuen sich heute aber weltweiter Beliebtheit. Die rechteckigen oder halbmondförmigen Teigtaschen gibt es aus Kuchen- oder Blätterteig, frittiert oder gebacken, salzig oder süss gefüllt. Als Rissoles aux poires, Teigtaschen mit Birnen, gehören sie zum kulinarischen Erbe Savoyens und der Genfersee-Region. In Portugal sind Rissóis mit Fisch oder Crevetten begehrtes Fingerfood.

    Text: Stephanie Riedi
    Fotos: Stockfood, Shutterstock, iStockphoto

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    Kommentare (2)
    J. Pilet 13.01.2018

    J'aimerais savoir pour quelle raison je n'ai pas de ticket numérique à actualiser pour la nouvelle brochure Me Gusto ?

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    M. Team 15.01.2018

    Chère Madame Pilet,
    Probablement avez-vous déjà activé le coupon en décembre pour vous procurer notre dernier magazine qui couvre les mois de décembre et janvier. De ce fait, aucun coupon n’est disponible pour le mois de janvier. Le prochain coupon à activer sera celui pour l’édition de février.
    Meilleures salutations,
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