Fruchtdrinks

Fruchtdrinks: 10 Fragen an die Ernährungsfachfrau

Fruchtdrinks sind beliebte Vitaminspender. Damit sie aber so wirken wie man sich das wünscht, gilt es, ein paar Dinge zu beachten. Wir haben die Ernährungsfachfrau Marianne Botta dazu befragt.
Was wirkt besser: Früchte in flüssiger oder in fester Form?

Früchte in fester Form sind grundsätzlich vorzuziehen. Denn, beim Genuss von verarbeiteten Früchten steigt der Blutzucker stärker an. Auch gehen durch die Lagerung eines Saftes Vitamine verloren. Für spannende Geschmackskombinationen oder um Kinder an Früchte heranzuführen, machen Säfte aber sehr wohl Sinn. Zu beachten gilt jedoch, dass Säfte als Durstlöscher nicht geeignet sind, da sie eine ganze Mahlzeit ersetzen können.

Gibt es statt «Energy-Fruchtdrinks» auch «Entspannungs-Fruchtdrinks»?

Vitamin C, das in vielen Früchten vorkommt, wirkt grundsätzlich aktivierend. Deshalb lässt sich die Wirkung eines Fruchtdrinks vor allem über die Beigabe von Kräutern oder Tee beeinflussen. So etwa mit entspannender Zitronenmelisse oder mit Orangenblütentee. Auch Ingwer funktioniert als beruhigende Beigabe, da er angstlösend wirkt.

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Himbeer-Splash
Welche Früchte funktionieren im Drink nicht zusammen?

Den Kombinationen sind eigentlich fast keine Grenzen gesetzt. Saure Früchte gehen allerdings nicht zusammen mit Milch, so zum Beispiel Zitrusfrüchte, Ananas oder Kiwi. Auch sollten Beeren mit Kernen nicht zu lange im Standmixer bearbeitet werden, da deren Kerne bitter schmecken, wenn sie zerschnitten werden.

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Kiwi-Bananen-Smoothie
Wie bringe ich fettlösliche Vitamine in Fruchtdrinks zur Entfaltung?

Indem ich dem Drink Fett beifüge. Das kann Milchfett über die Zugabe von Milch, Joghurt oder ¾-Fett-Quark sein. Oder auch pflanzliches Fett, zum Beispiel von Kokosmilch, Mandelmilch oder einem neutralen Pflanzenöl. Grundsätzlich gilt aber: Das benötigte Fett muss nicht zwingend im Drink selbst, sondern nur gleichzeitig im Magen vorhanden sein, kann also separat – etwa über ein Butterbrot oder etwas Pasta – eingenommen werden.

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Grüner Joghurtdrink
Wie süsse ich einen Fruchtdrink ohne Zucker zu verwenden?

Im Grunde genommen sollten Fruchtdrinks nicht gesüsst werden, da in den Früchten schon viel Fruchtzucker steckt. Wer es trotzdem süsser mag, kann Kokosblüten-Sirup oder den Birkenzucker Xylit einsetzen, welche beide über einen tiefen glykämischen Index verfügen und somit den Blutzuckerwert weniger stark ansteigen lassen.

Was ist ein kaltgepresster Fruchtsaft und welches sind seine Vorteile?

Beim maschinellen Verarbeiten einer Frucht entsteht Wärme durch die verwendete Maschine. Das erwärmt den Fruchtsaft, wodurch wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen können. Kaltgepresste Säfte werden schonender und langsamer verarbeitet, so verfügen sie über mehr wärmeempfindliche Inhaltsstoffe wie beispielsweise Vitamin C.

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Hibiskus-Melonen-Drink
Verarbeite ich Früchte für Drinks besser mit oder ohne Schale?

Wenn immer möglich sollte die Schale – am besten von Früchten in Bio-Qualität – mitverarbeitet werden, da sich wertvolle Inhaltsstoffe meist in der Schale oder direkt darunter befinden. Damit verfügt der Fruchtdrink über mehr Pektin, sprich Ballaststoffe, und ist somit gesünder. Deshalb sind auch naturtrübe Säfte wirkungsvoller als die klaren.

Sorgt Orangensaft für einen übersäuerten Magen?

Grundsätzlich wirken Zitrusfrüchte im Körper basenbildend. Allerdings können die enthaltenen Fruchtsäuren wie Vitamin C zu Reaktionen der Magenschleimhäute führen. In diesem Falle bietet es sich an, auf Gemüsesäfte zu setzen oder mindestens Gemüse und Früchte in einem Saft zu mischen, wie zum Beispiel Apfel und Karotten. Das Thema ist allerdings sehr individuell, deshalb lohnt es sich, verschiedene Saftversionen auszuprobieren.

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Beeren-Smoothie mit Zucchetti
Helfen Fruchtdrinks beim Abnehmen?

Früchte enthalten Fruchtzucker, Zucker bedeutet Kalorien. Wer abnehmen will, sollte auf süsse oder gesüsste Getränke verzichten. Ausser, man ersetzt eine ganze Mahlzeit mit einem Fruchtsaft. Im Sinne von: Nicht Saft UND Gipfeli, sondern Saft STATT Gipfeli. Wer den Fruchtzucker reduzieren möchte, sollte Gemüsesäfte trinken oder die Früchte in fester Form geniessen. Das Essen einer ganzen Frucht dauert länger als das Trinken eines Saftes, also steigt der Blutzucker langsamer an. Zudem bremsen die Nahrungsfasern der Früchte, wie beispielsweise die weisse Haut der Orangen, den Blutzuckeranstieg. Auch sind beim Saft Verdauungsschritte vorweggenommen, womit die Sättigung später erreicht und eine grössere Menge an Fruchtzucker aufgenommen wird. Als Beispiel: Während man eine Orange isst, nimmt man in der selben Zeit durch das Trinken eines Glas Saftes mindestens 2-3 Orangen ein.

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Himbeer-Smoothie mit Tomaten
Was wirkt besser: Ein roher Gemüsesaft oder gekochtes Gemüse?

Beides abwechselnd. Die Rohvariante ist schonender für das Gemüse, wertvolle Inhaltsstoffe bleiben so erhalten. Andererseits gibt es Inhaltsstoffe, die besser durch gekochtes Gemüse aufgenommen werden, wie etwa bei Tomaten. Deshalb empfiehlt es sich, beide Varianten in den kulinarischen Tagesablauf einzubauen.

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